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Zum Jubiläum

Nachhaltigkeit

Unsere Nachhaltigkeitsstrategie entlang der Handlungsfelder Umwelt, Wirtschaft, Soziales

Unser Nachhaltigkeits­management


Wir arbeiten kontinuierlich daran, in unseren Entscheidungsfindungen eine umfassende Betrachtungsweise einzunehmen, die neben wirtschaftlichen auch ökologische und soziale Aspekte berücksichtigt. Um diesen Anspruch systematisch zu verankern, haben wir uns 2025 erstmals nach dem ZNU-Standard Nachhaltiger Wirtschaften zertifizieren lassen. Dieser Standard erfordert die Implementierung eines ganzheitlichen Managementprozesses für nachhaltigere Unternehmensführung.

Für unsere Erstzertifizierung haben wir erfolgreich nachgewiesen, dass wir eine verbindliche Systematik zur Steuerung unserer wesentlichen Themen aus den Handlungsfeldern Umwelt, Wirtschaft und Soziales etabliert haben: Verantwortlichkeiten, Ziele und Maßnahmen sind definiert, Prozesse werden stabilisiert und Zuständigkeiten dokumentiert. Wie wir diese Vorgaben umsetzen, wird jährlich von einer Zertifizierungsstelle unabhängig geprüft. 

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Mehr erfahren über Inhalt und Kriterien des ZNU-Standards Nachhaltiger Wirtschaften: ZNU-Standard | ZNU – Zentrum für Nachhaltige Unternehmensführung 

Unsere Grundsätze für die Lieferkette

Auch unsere Lieferketten haben wir im Blick. Das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) verpflichtet Unternehmen, Sorgfaltspflichten einzuführen, um menschenrechtsbezogene und bestimmte Umweltrisiken zu adressieren. Dazu gehören ein Risikomanagement, Präventions- und Abhilfemaßnahmen sowie ein Beschwerdeverfahren. Die Wolf-Firmengruppe setzt diese Anforderungen konsequent um und setzt sich für eine transparente Zusammenarbeit mit ihren Partnern ein. Weitere Informationen finden Sie in unserer Grundsatzerklärung zum LkSG.

Ein zentraler Bestandteil dieses Verständnisses ist unser Code of Conduct (CoC). Er definiert die grundlegenden Prinzipien und Mindestanforderungen für unser Handeln in der Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern und basiert auf international anerkannten Standards. Hier können Sie unseren Code of Conduct in deutscher und englischer Sprache herunterladen. 

Umwelt

Wir verstehen Nachhaltigkeit im Sinne des ganzheitlichen ZNU-Ansatzes als umfassende Aufgabe.

Unsere Wesentlichkeitsanalyse zeigt, dass Klima und Energie für uns im Handlungsfeld Umwelt besonders relevante Themen sind. Dazu kommt für uns als Lebensmittelhersteller der Bereich Tierwohl. Darauf richten wir daher einen Schwerpunkt unseres Nachhaltigkeitsmanagements.

So gehen wir im Bereich Klima und Energie vor

Als Basis für unsere Maßnahmen erstellen wir seit 2023 jährlich eine Klimabilanz für Scope 1 und 2, also für unsere direkten Emissionen etwa aus der Wärmeerzeugung oder aus dem Kraftstoffverbrauch des Fuhrparks (Scope 1) sowie für die indirekten, von uns beeinflussbaren Emissionen aus dem Bezug von Strom und Wärme (Scope 2).

Zudem erfassen wir unsere Energieverbräuche im Rahmen unseres zertifizierten Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001 systematisch. Investitionen in unsere Produktionsstandorte planen wir langfristig und beziehen die Verbesserung von deren Energieeffizienz mit ein. Das bedeutet, dass wir Energiekennzahlen bei Bauvorhaben und der Anschaffung neuer Maschinen berücksichtigen.

Auf diese Weise konnten wir bereits mehrere Energiesparprojekte im Produktionsprozess durchführen, indem wir beispielsweise unsere Kälteanlage am Standort Nürnberg durch Wärmerückgewinnungssysteme optimiert haben, moderne Brenner in der Dampferzeugung einsetzen und Drucklufterzeugungsanlagen mit frequenzgesteuerten Kompressoren betreiben. An allen unseren Standorten haben wir inzwischen auf Strom aus erneuerbaren Energien umgestellt.

Weitere Maßnahmen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen aus unserer Geschäftstätigkeit umfassen die schrittweise Umstellung unserer Fahrzeugflotte auf Elektromobilität, die Installation von E‑Ladestationen sowie ein Bike-Leasing-Angebot für unsere Mitarbeitenden.

Unsere Klimabilanz:
2023: 311,3 Tonnen CO₂e pro 1000 Tonnen Produkt (Scope 1 + 2)
2024: 353,8 tCO₂e pro 1000 Tonnen Produkt (Scope 1 + 2)
2025: 324,55 tCO₂e pro 1000 Tonnen Produkt (Scope 1 + 2)

Unser Umgang mit Ressourcen

Innerhalb unseres Nachhaltigkeitsmanagements arbeiten wir an weiteren Themen rund um den Umgang mit Ressourcen. So nutzen wir zur Reduzierung unseres Wasserverbrauchs geschlossene Kühlwasserkreisläufe und betreiben ein Abwassermanagement.
Wertstoffe trennen wir systematisch und führen sie dem Recycling zu. Wir reduzieren Verpackungsmaterial, wo dies mit der Produktsicherheit im Einklang steht. Für Wurstprodukte testen wir vollständig recyclingfähige Folien aus Polypropylen (PP). Schalen und Beutel für unsere Convenience-Produkte stellen wir schrittweise auf dieses recyclingfähige Monomaterial um. Für Kartons und Werbehandzettel verwenden wir Material in FSC-Qualität.

Tierwohl entlang der Wertschöpfungskette

Wir beteiligen uns an der Initiative Tierwohl. Damit unterstützen wir Haltungsbedingungen, die über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinausgehen. Dazu zählen – abhängig vom jeweiligen Programm und der Tierart – unter anderem ein erweitertes Platzangebot sowie zusätzliche Anforderungen an die Gestaltung und Bewirtschaftung der Ställe. Die Einhaltung der Kriterien wird durch unabhängige Kontrollen überprüft.

Fast 70 Prozent unserer Produkte mit Schweinefleisch stammen aus Betrieben, die mindestens nach dem Programm „Stall plus Platz“ der Initiative Tierwohl zertifiziert sind. Für Schweinemastbetriebe gelten dabei unter anderem Anforderungen an das Platzangebot und
die Strukturierung der Ställe. Die konkreten Kriterien der Initiative Tierwohl für die einzelnen Tierarten und Programme finden Sie auf der Website der Initiative Tierwohl.

Wirtschaft

Erfolgreich zu wirtschaften bedeutet für uns, dass wir entlang der Vorgaben des ZNU Standards unseren hohen Qualitätsanspruch verfolgen, innovative Unternehmensprozesse und moderne Produkte entwickeln.

Wir streben eine systematische Qualitätssicherung und -steigerung aller Produkte und Produktionsprozesse (z.B. IFS Food, QS-Prüfzeichen, GQB) an. Unser Qualitätsmanagementsystem bezieht unsere Mitarbeitenden aktiv mit ein und wird regelmäßig auf seine Wirkung hin überprüft und angepasst. Unseren primären Rohstoff Fleisch beziehen wir aus der Lieferkette des QS-Systems, das nach den Kriterien des QS- Systems, eines Qualitätssicherungssystem für frische Lebensmittel, zertifiziert ist. Dadurch erreichen wir einen höheren Qualitätsstandard und sichern die Lieferkette ab.

Unser Sortiment umfasst zudem Produkte mit weiteren anerkannten Zertifizierungen und Qualitätskennzeichen. Dazu gehören Produkte mit dem Siegel „Ohne GenTechnik“ des Verbands Lebensmittel ohne Gentechnik e. V. (VLOG). Das Siegel darf nur für Produkte verwendet werden, die die gesetzlichen Anforderungen erfüllen und nach dem VLOG-Standard beziehungsweise einem gleichwertigen Standard zertifiziert sind. Wir bieten auch eine Auswahl von Produkten an, die Anforderungen der EU-Bio-Verordnung entsprechen und werden als Unternehmen im Rahmen der vorgeschriebenen Kontrollverfahren zertifiziert. Im Portfolio haben wir außerdem Produkte mit dem Kennzeichen „Geprüfte Qualität – Bayern,“ deren Zutaten die jeweiligen Programmanforderungen erfüllen und deren Verarbeitung und Herstellung in Bayern erfolgen. Die Nutzung des Zeichens setzt unter anderem eine unabhängige Prüfung und Zertifizierung voraus.

Unser Ziel im Handlungsfeld Wirtschaft

Einführung eines standortübergreifenden, modernen Produktionsreportings zur Steuerung einer effizienten Kapazitätsplanung sowie effektiver Produktionsprozesse bis Ende 2026.

Aktueller Stand (Ende 2025):
Umsetzung in 8 von 17 Abteilungen.

Positive Effekte dieses Produktionsreportings

✔ Verbesserte Produktionsplanung und Disposition
✔ Minimierung von Produktionsausfällen und Maschinenstillständen
✔ Bessere Schichtplanung und damit optimierter Einsatz von Ressourcen wie Material und Energie
✔ Steigerung der Produktionskapazität durch effizientere Abläufe
✔ Förderung eines langfristigen und wirtschaftlich stabilen Wachstums
✔ Stärkere Unabhängigkeit von kostenintensiven externen Softwarelösungen

Soziales

Unsere Mitarbeitenden

Im Fokus des Handlungsfelds Soziales stehen unsere Mitarbeitenden. Sie stammen aus 46 Nationen und verteilen sich auf unsere drei Standorte Schwandorf und Nürnberg sowie Schmölln, außerdem auf unsere vier Werksverkäufe in Schwandorf, Bayreuth, Schmölln und Jena. Für neue, ausländische Mitarbeiter haben wir spezielle Onboarding-Angebote, wie z.B. die Begleitung bei Behördengängen, einer Kontoeröffnung oder bei der Beantragung der Steuer-ID. Außerdem unterstützen wir bei der Wohnungssuche.

Einen hohen Stellenwert hat bei uns die Ausbildung: Aktuell (Stand August 2026) beschäftigen wir 29 Auszubildende. Ihnen bieten wir eine ganze Reihe von Benefits an, etwa Startkapital bei Ausbildungsbeginn, einen Zuschuss zum Führerschein, einen Bonus für hervorragende Zeugnisse sowie einen Bonus für die Gewinnung neuer Azubis. Zudem stellen wir Teamkleidung wie individualisierte Hoodies zur Verfügung. Und unser „Azubi des Monats“ kann gratis einen Monat lang ein E-Auto inklusive Tankkarte nutzen. Wir bilden in elf Ausbildungsberufen aus, bieten aber auch einen Dualen Studiengang sowie ein Traineeprogramm an.

Wir nehmen am Vietnam-Programm der Handwerkskammer Südthüringen teil und bilden mehrere Teilnehmende an unseren Standorten in Schwandorf und Schmölln aus. Im Juni 2026 hat unser erster Azubi aus diesem Programm seine Ausbildung in Schmölln erfolgreich abgeschlossen und wurde als Fachlagerist übernommen.

Im Rahmen unseres Arbeitsschutzmanagementsystems nach ISO 45001 sind Ziele und Maßnahmen zur verbesserten Arbeitssicherheit formuliert und werden systematisch umgesetzt. Aufgrund von Präventionsmaßnahmen, die über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinausgehen, wurden wir dafür 2025 von der Berufsgenossenschaft zum „BGN Prämierter Betrieb“
erklärt und tragen zudem deren Gütesiegel „Sicher mit System“. Arbeitssicherheit bedeutet Detailarbeit: Oft kommt es auf Kleinigkeiten an, die jedoch große Auswirkungen haben können. Einige Beispiele von unserem Standort in Schmölln, mit denen wir unsere Unfallquote weiter reduzieren möchten: An der Schrägrampe im Bereich Logistik wurde ein Antirutschband aufgebracht. Zudem wurden an bestimmten Stellen in der Produktion Schutzschalter nachgerüstet, und weitere Absturzsicherungen installiert. Außerdem führen wir regelmäßig Evakuierungsübungen durch, um die Abläufe in Notfallsituationen zu üben sowie Schwachstellen und Mängel aufzudecken und abzustellen.

Unser Ziel im Handlungsfeld Soziales

Reduktion der Unfallquote auf einen Wert unter 40 (Anzahl Unfälle / 1000 Mitarbeiter) bis zum Jahr 2030.

Aktueller Stand:
2023: 44 Arbeitsunfälle pro 1.000 Mitarbeiter
2024: 45 Arbeitsunfälle pro 1.000 Mitarbeiter
2025: 42,20 Arbeitsunfälle pro 1.000 Mitarbeiter

Wir bieten unseren Mitarbeitenden ein betriebliches Gesundheitsmanagement und zahlreiche Präventions- und Gesundheitsangebote (z.B. Gesundheits- und Ernährungstag, Präventionskurse, Präventionsreisen) an.

Unser Engagement für die Region

An unseren Standorten engagieren wir uns auf vielfältige Weise für die jeweilige Region, z.B. in Form von Sponsoring und Warenspenden, aber auch durch die Unterstützung von Events. Als Sponsor sind wir aktiv beim 1. FC Heilsbronn, der SG Dynamo Dresden, dem SV Schmölln, dem Sportclub Ettmannsdorf, dem SV Schwandorf-Ettmannsdorf, dem Verein zur Förderung des TC Blau-Weiß Dresden-Blasewitz sowie bei der Mutzbraten-Meisterschaft der Stadt Schmölln. Mit unserem Grillmobil und Warenspenden unterstützen wir darüber hinaus immer wieder regionale Events. Dazu gehören das Ur-Krostitzer Wintergrillen in Leipzig, der Schwandorfer Charity-Stadtlauf oder das Benefiz-Fußballturnier „Kicken für Kids“ des VKKK.

Außerdem spenden wir regelmäßig einwandfreie Lebensmittel aus Überschussproduktion, mit kurzem Mindesthaltbarkeitsdatum oder optischen Mängeln an die Tafeln in verschiedenen Städten rund um unsere Standorte (u.a. in Schwandorf, Nabburg, Weiden, Nürnberg, Bayreuth, Plauen, Schleiz) sowie an die Vereine Rengschburger Herzen und Sozial Aktiv in Gera und Altenburg.